
6. Juli 2026 · Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz
Für viele Menschen gehört ein grosses 1.-August-Feuer zum Nationalfeiertag dazu. Was jedoch kaum bekannt ist: Die oft bereits Tage oder Wochen zuvor aufgeschichteten Holzhaufen werden von Igeln, Kröten, Blindschleichen, Mäusen und anderen Wildtieren gerne als geschützter Unterschlupf genutzt. Werden die Holzstösse ohne Kontrolle angezündet, endet das für die Tiere häufig qualvoll.
Jedes Jahr sterben unzählige Wildtiere in den Flammen von 1.-August-Feuern – ein Tierleid, das sich mit einfachen Massnahmen verhindern lässt.
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) ruft OrganisatorInnen von Festfeuern sowie die Bevölkerung dazu auf, beim Aufbau und Abbrennen von Holzstössen Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen.
So wird das 1.-August-Feuer tierfreundlicher:
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber suchen sie geschützte Verstecke in Ast- und Laubhaufen, wo sie sich sicher fühlen. Gerade Igelinnen sind im Sommer häufig auf der Suche nach einem geeigneten Versteck, um ihre Jungen zu gebären. Ein aufgeschichteter Holzstoss bietet dafür ideale Bedingungen. Da sich Igel bei Gefahr zusammenrollen, anstatt zu flüchten, haben sie beim Entzünden des Feuers kaum eine Chance zu entkommen. Dasselbe gilt für die Igel-Babys, die in den ersten Tagen noch komplett schutzlos sind. Sie werden blind und taub geboren und würden im Feuer elendig sterben.
Mit wenigen Handgriffen lässt sich dieses vermeidbare Tierleid verhindern.
«Ein 1.-August-Feuer soll Menschen Freude bereiten – nicht Wildtiere das Leben kosten», sagt Susy Utzinger, Geschäftsführerin der SUST. «Wer einen Holzstoss erst am Tag des Abbrennens aufschichtet oder ihn vorher sorgfältig umschichtet, kann mit wenig Aufwand viel Tierleid verhindern.»
Die Aufnahmen lassen sich hier direkt abspielen und als Datei herunterladen.
Text und Bilder zu dieser Medienmitteilung. Für Fragen und weiteres Material ist der Medienkontakt da.
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) wurde am 7. September 2000 in Zürich gegründet. Sie ist unabhängig, gehört keinem Dachverband an und steht unter der Aufsicht des Bundes. Ihre Arbeit ruht auf vier Pfeilern: Kompetenzzentrum Tierheim, Kastrationsaktionen, Aus- und Weiterbildung und Aufklärung der Bevölkerung. Die Basis bildet die Soforthilfe für Tiere in Not, in der Schweiz und im Ausland, wo die SUST unter anderem sieben Tierwaisenhospitäler betreibt.
Die Stiftung finanziert sich durch Spenden und Legate und erhält keine öffentlichen Gelder.
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz erhält kein Geld der öffentlichen Hand. Jede Kastration, jede Futterlieferung und jede Behandlung wird von Menschen bezahlt, die diese Arbeit für richtig halten.
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Jedes Jahr leiden zahllose Wild-, Nutz- und Haustiere unter der Knallerei rund um den Nationalfeiertag.
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Am 1. August wird in der Schweiz gefeiert – vielerorts mit Feuerwerk. Jahr für Jahr werden dabei grosse Geldbeträge im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft geschossen.
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