
Veröffentlicht am 5. Dezember 2025
Anfang November wurden in Ramiswil SO gravierende Tierschutzmängel festgestellt. Die kantonalen Veterinärbehörden beschlagnahmten 43 Pferde und zwei Ziegen. Medienberichten zufolge befanden sich 120 Hunde in einem derart schlechten Zustand, dass sie eingeschläfert wurden. Das Vorgehen der Behörden sorgt für Empörung und wirft Fragen auf. Die Solothurner Regierung hat eine externe Untersuchung angeordnet.
Der Fall Ramiswil ist kein Einzelfall. Ähnliche Tragödien gab es in Studen BE, Boningen SO, Hefenhofen TG und Oftringen AG. Diese Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs. Analysen der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) zeigen seit Jahren gravierende Vollzugsdefizite im Schweizer Tierschutzsystem.
Besonders problematisch ist die Intransparenz im verwaltungsrechtlichen Vollzug. Tierschutzorganisationen melden Missstände, erhalten aber kaum Rückmeldungen. Informationen über getroffene Massnahmen fehlen – selbst allgemeine Berichte sind in vielen Kantonen rudimentär oder nicht vorhanden. Das untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung und erschwert die Arbeit der Organisationen.
Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) hat sich in einem offenen Brief, der von VIER PFOTEN in der Schweiz und dem Schweizer Tierschutz STS unterstützt sowie von über 70 weiteren Organisationen – darunter die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz SUST – mitunterzeichnet wurde, an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider gewandt und fordert dazu auf, Massnahmen zu ergreifen, die den behördlichen Tierschutzvollzug schweizweit verbessern und das Vertrauen der Bevölkerung wiederherstellen.
Offener Brief an Bundesraetin Baume-Schneider im Tierschutzvollzug-Fall Ramiswil
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz erhält kein Geld der öffentlichen Hand. Jede Kastration, jede Futterlieferung und jede Behandlung wird von Menschen bezahlt, die diese Arbeit für richtig halten.
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Zum Beispiel: Mit CHF 20 wird in Ägypten eine Katze kastriert und medizinisch versorgt.
Zum Beispiel: Mit CHF 50 füllen Sie fünf Futternäpfe für Tiere in Not.
Zum Beispiel: Mit CHF 150 werden in Rumänien sechs Katzen kastriert und medizinisch versorgt.
Den Betrag wählen Sie im nächsten Schritt selbst.
Zum Beispiel: Mit CHF 10 im Monat füllen Sie jeden Monat einen Futternapf für Tiere in Not.
Zum Beispiel: Mit CHF 25 im Monat wird jeden Monat eine Katze in Rumänien kastriert und medizinisch versorgt.
Zum Beispiel: Mit CHF 50 im Monat kommen in einem Jahr 30 Kastrationen in Ägypten zusammen.
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Sie können die monatliche Spende jederzeit mit einem Monat Frist beenden.
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Manche Spuren bleiben. Ein Blick, ein Pfotendruck in der Hand, das Gefühl, gebraucht zu werden.
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