
12. Juni 2026 · Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz
Wenn die Temperaturen steigen, geraten Haus- und Wildtiere rasch an ihre Belastungsgrenze. Anders als Menschen können viele Tiere ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren und sind deshalb besonders gefährdet. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) macht auf die grössten Sommergefahren aufmerksam und zeigt auf, wie man mit einfachen Massnahmen Leben retten kann.
Der Sommer bedeutet für viele Menschen Sonne, Ferien und Aktivitäten im Freien. Für Tiere bringt die Hitze jedoch erhebliche Risiken mit sich. Hunde, Katzen, Kleintiere und Wildtiere leiden oft stärker unter hohen Temperaturen als wir Menschen. Mit etwas Aufmerksamkeit und Rücksicht lassen sich viele Gefahren vermeiden.
Todesfalle Auto: Schon wenige Minuten können tödlich sein
Jedes Jahr werden Tiere in parkierten Fahrzeugen zurückgelassen, oft mit fatalen Folgen. Bereits bei moderaten Aussentemperaturen heizt sich der Innenraum eines Autos innert kürzester Zeit auf lebensgefährliche Werte von 50 Grad Celsius und mehr auf. Selbst ein geparktes Auto im Schatten oder leicht geöffnete Fenster bieten keinen ausreichenden Schutz. Für Hunde und andere Tiere besteht akute Lebensgefahr durch einen Hitzschlag. Die SUST appelliert deshalb eindringlich: Tiere niemals im Auto zurücklassen, auch nicht «nur für einen kurzen Moment».
Vorsicht heisser Asphalt
Nicht nur die Lufttemperatur stellt eine Gefahr dar. Asphalt, Pflastersteine oder andere versiegelte Flächen können sich in der Sonne stark aufheizen und Temperaturen erreichen, die schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen. Hundespaziergänge sollten deshalb möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Wo immer möglich, sollten schattige Wege, Waldstücke oder Wiesen bevorzugt werden. Grundsätzlich gilt: dem Schatten nach und heisse Asphaltflächen meiden.
Velo fahren mit Hund? Ab 20 Grad tabu!
Viele Hunde begleiten ihre Halterinnen und Halter gerne beim Velofahren. An warmen Tagen kann dies jedoch schnell zur gesundheitlichen Belastung werden. Hunde können ihre Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren wie Menschen. Sie kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln ab, was bei körperlicher Anstrengung und Hitze oft nicht ausreicht. Bereits ab etwa 15 Grad Aussentemperatur ist Vorsicht geboten, spätestens ab 20 Grad sollte auf Velotouren mit Hund verzichtet werden.
Versteckte Gefahr: Xylit in Sonnencremes und Globuli
Weniger bekannt ist die Gefahr, die von Xylit ausgeht. Der Zuckerersatzstoff, auch Birkenzucker genannt, ist für Hunde hochgiftig. Xylit kann in verschiedenen Produkten enthalten sein – unter anderem in bestimmten Sonnencremes, Lippenpflegeprodukten, Zahnpflegeartikeln oder Globuli. Oft versteckt sich der Inhaltsstoff auch hinter der Bezeichnung „E967″.
Tierhalterinnen und Tierhalter sollten die Inhaltsstoffe von Produkten daher immer sorgfältig prüfen und darauf achten, dass Hunde keinen Zugang zu xylithaltigen Produkten haben. Bereits geringe Mengen können schwere Vergiftungen auslösen.
Vorsicht vor Hitzestau auf Balkon und Terrasse
Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen. Bereits wenige Grad mehr können für sie zur Gefahr werden, da sie überschüssige Wärme nur schlecht abgeben können. Besondere Vorsicht ist bei Gehegen auf Balkonen und Terrassen geboten: Balkonböden aus Beton, Stein oder Holz können sich in der Sonne stark aufheizen und die Hitze an Käfige und Gehege weitergeben. Kleintiere benötigen jederzeit ausreichend Schatten, frisches Wasser und gut belüftete Rückzugsmöglichkeiten. Gehege sollten niemals der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
Eine kleine Geste mit grosser Wirkung
Während Hitzeperioden ist eine ausreichende Wasserversorgung für Haus- und Wildtiere überlebenswichtig. Tiere sollten jederzeit Zugang zu frischem, möglichst kühlem Wasser haben. Zusätzliche Wassernäpfe im Haus, auf dem Balkon oder im Garten helfen dabei, den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Auch Wildtiere und Insekten profitieren von einfachen Wasserstellen. Flache Schalen mit Wasser und einigen Steinen dienen als sichere Trinkstellen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Nützlinge.
Aufklärung hilft – alle können mitmachen
Die SUST tritt auch dieses Jahr mit ihrer Aufklärungskampagne „Todesfalle Auto“ und weiterem Informationsmaterial an die Öffentlichkeit: mit Plakaten, informativen Hitzetabellen, Stickern und Flyern, die kostenlos über den Webshop erhältlich sind. Zusätzlich stellt die Stiftung Social-Media-Shareables zur Verfügung, welche TierfreundInnen einfach teilen und verbreiten können.
Text und Bilder zu dieser Medienmitteilung. Für Fragen und weiteres Material ist der Medienkontakt da.
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) wurde am 7. September 2000 in Zürich gegründet. Sie ist unabhängig, gehört keinem Dachverband an und steht unter der Aufsicht des Bundes. Ihre Arbeit ruht auf vier Pfeilern: Kompetenzzentrum Tierheim, Kastrationsaktionen, Aus- und Weiterbildung und Aufklärung der Bevölkerung. Die Basis bildet die Soforthilfe für Tiere in Not, in der Schweiz und im Ausland, wo die SUST unter anderem sieben Tierwaisenhospitäler betreibt.
Die Stiftung finanziert sich durch Spenden und Legate und erhält keine öffentlichen Gelder.
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz erhält kein Geld der öffentlichen Hand. Jede Kastration, jede Futterlieferung und jede Behandlung wird von Menschen bezahlt, die diese Arbeit für richtig halten.
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Zum Beispiel: Mit CHF 20 wird in Ägypten eine Katze kastriert und medizinisch versorgt.
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Während in der Schweiz jedes Jahr grosse Geldbeträge für Feuerwerk ausgegeben werden, kämpfen zahlreiche Tierheime, Gnadenhöfe und Tiertafeln darum, ihre Schützlinge ausreichend zu versorgen.
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Vorsicht Wild: In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, ist Zeitumstellung und die Uhr wird eine Stunde nach hinten gedreht.
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Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer und Menschen und Tiere sind zunehmend in der Dämmerung unterwegs.
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