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Fütterungs- und Betreuungsstelle Combinat Factory Galati

Futterspenden für die Tiere im Combinat in Galați sind überlebenswichtig

Mein Name ist Gabriel Iordache, und ich arbeite im Sidex-Werk in Galați, Rumänien. Gemeinsam mit einer Gruppe engagierter Tierfreunde kümmere ich mich dort um eine aussergewöhnlich grosse Zahl von streunenden Hunden und Katzen, die auf dem weitläufigen Werksgelände Unterschlupf gefunden haben.

Über die Jahre ist das Werk für viele Tiere zu einem Zufluchtsort geworden. Doch weil die betrieblichen Aktivitäten stark zurückgegangen sind und heute deutlich weniger Mitarbeitende vor Ort sind, ist auch die regelmässige Versorgung der Tiere zu einer immer grösseren Herausforderung geworden: Sie leiden massiv Hunger! Was früher teilweise nebenbei möglich war, ist heute nur noch mit viel Organisation, persönlichem Einsatz und externer Unterstützung machbar.

Derzeit versorgen wir auf dem Gelände mehr als 1’000 erwachsene Hunde, rund 100 Welpen sowie über 200 Katzen. Um diese grosse Aufgabe überhaupt bewältigen zu können, haben wir an verschiedenen Orten Fütterungsstellen eingerichtet, mehrere Gehege gebaut und ein Verteilungssystem für das Futter aufgebaut. Verantwortungsbewusste Kolleginnen und Kollegen in den einzelnen Bereichen helfen mit, damit die Tiere regelmässig versorgt werden können.

Doch der Bedarf ist enorm. Die Mengen an Futter, die jeden Tag benötigt werden, sind kaum aus eigener Kraft aufzubringen. Ein grosser Teil der Versorgung ist nur dank grosszügiger Sponsorinnen, Sponsoren und Unterstützenden aus dem Ausland möglich. Ohne Futterspenden könnten wir diese Tiere nicht weiter versorgen.

Besonders belastend ist die aktuelle soziale Situation vor Ort: Viele der Mitarbeitenden, die sich trotz allem um die Tiere kümmern, haben seit Monaten keinen Lohn erhalten. Mehr als 100 Tierfreunde innerhalb der Fabrik sind deshalb darauf angewiesen, dass wir Futter organisieren können, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können, zusätzlich selbst für die Tiere aufzukommen.

Neben der täglichen Fütterung arbeiten wir auch an langfristigen Lösungen. Im vergangenen Jahr haben wir ein Kastrationsprogramm gestartet, um die Zahl der Tiere nachhaltig zu reduzieren und weiteres Leid zu verhindern. Gemeinsam mit lokalen Tierschützerinnen, Tierschützern und Tierärzten fangen wir insbesondere Hündinnen ein und bringen sie zur kostenlosen Kastration ins SUST Tierwaisen Hospital. Schritt für Schritt kommen wir voran, und wir hoffen, in Zukunft auch grössere Kastrationsaktionen durchführen zu können.

Trotz aller Schwierigkeiten geben wir nicht auf. Wir versorgen verletzte Tiere, organisieren Behandlungen im SUST Tierwaisen Hospital, ermöglichen Adoptionen, wo immer es geht, und arbeiten weiter an sicheren Unterbringungsmöglichkeiten und nachhaltigen Lösungen. Doch all das ist nur möglich, wenn die tägliche Grundversorgung gesichert ist.

Futterspenden sind deshalb nicht einfach eine Hilfe – sie sind die Voraussetzung dafür, dass diese Tiere Tag für Tag überleben können.


Jede Unterstützung hilft uns, die Fütterungsstellen aufrechtzuerhalten, Hunger zu verhindern und den Tieren auf dem Werksgelände Schutz, Stabilität und eine echte Perspektive zu geben.

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