Jeden Tag verunfallen in der Schweiz Tiere im Strassenverkehr — besonders häufig Katzen. Werden sie dabei nicht sofort getötet, bleiben sie oft schwer verletzt, orientierungslos und unter Schock zurück. In dieser Situation zählt jede Minute.
Doch genau dann entsteht oft ein schwerwiegendes Problem: Wer übernimmt die Kosten für die erste dringend nötige Behandlung? Aus Angst, später selbst dafür aufkommen zu müssen, zögern FinderInnen manchmal, ein verletztes Fundtier sofort in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik zu bringen. Gleichzeitig kommt es vor, dass verunfallte Tiere nicht umgehend behandelt werden, wenn die HalterInnen nicht rasch ermittelt werden können und die Finanzierung ungeklärt ist. Für die betroffenen Tiere kann diese Unsicherheit dramatische Folgen haben: unnötiges Leiden, verpasste Überlebenschancen oder im schlimmsten Fall eine vorschnelle Euthanasie.
Genau hier setzt die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz mit dem Projekt SaveMyLife an. Die SUST ermöglicht lebenserhaltende Soforthilfemassnahmen für verletzte Fundtiere, damit dringend notwendige Behandlungen nicht an der Kostenfrage scheitern. So leistet die Stiftung konkrete und unmittelbare Hilfe in einem Moment, in dem es für das Tier um Leben oder Tod gehen kann.
Das Projekt unterstützt vor allem Katzen, aber auch Ziervögel, Nager und andere Heimtiere, die verletzt aufgefunden werden. SaveMyLife trägt dazu bei, dass medizinische Erstversorgung und lebensrettende Massnahmen sofort eingeleitet werden können — auch dann, wenn die Besitzverhältnisse noch ungeklärt sind. Gleichzeitig hilft das Projekt, zu verhindern, dass geliebte Heimtiere ohne Einwilligung ihrer HalterInnen vorschnell euthanasiert werden, nur weil niemand unmittelbar für die Behandlungskosten aufkommen kann.
Mit SaveMyLife übernimmt die SUST Verantwortung genau dort, wo schnelle Hilfe entscheidend ist: unbürokratisch, zielgerichtet und im Interesse des Tieres. Denn kein verletztes Fundtier soll aus finanziellen Gründen auf seine Überlebenschance verzichten müssen.
Die SUST hat einen Fonds eingerichtet, aus welchem sie (im Rahmen eines fixen Budgets) Beiträge in erster Linie für lebenserhaltende Erstversorgungen von Fundtieren aber unter bestimmten Umständen auch für weiterführende Behandlungen (z.B. operative Eingriffe) ausrichten kann. Über die Höhe der Beiträge für weiterführende Behandlungen entscheidet die Stiftung von Fall zu Fall. Sie soll jedoch in der Regel 80% der Gesamtkosten nicht überschreiten. Besteht auf Grund der Schwere der Verletzungen keine Aussicht auf Genesung, so kann der Stiftung auch die Euthanasie eines Heimtieres verrechnet werden (Beitrag SUST: CHF 80.–).
Vorgehen
Tierkliniken und TierärztInnen können die Kosten für die lebenserhaltende Erstversorgung inkl. Notfallbehandlung von Fundtieren bis zu einem Maximum von CHF 730.–* der SUST in Rechnung stellen. Im Gegenzug erhält die Stiftung ein Foto der Katze sowie Informationen zum Tier, dessen Krankengeschichte (soweit bekannt), Informationen über die vorgenommenen Behandlungen sowie Informationen über die vorgesehene Zukunft des Tieres (direkte Vermittlung aus Klinik, über private Pflegestelle oder Weitergabe an ein Tierheim). Diese Informationen darf die SUST für ihre Zwecke nutzen.
*Eine lebenserhaltende Erstversorgung inkl. Notfallbehandlung beinhaltet gemäss Definition SUST folgende Massnahmen:
Für weiterführende Behandlungen (Operationen, Therapien etc.) muss ein schriftlicher Antrag eingereicht werden, der durch die Geschäftsleitung geprüft wird: info@susyutzinger.ch
WICHTIG: Wird nach erfolgter Behandlung eine Besitzerin, ein Besitzer ermittelt, so soll diese bzw dieser den durch die SUST geleisteten Beitrag an die Stiftung zurückerstatten.
Vom Projekt «SaveMyLife» profitieren vorrangig TierärztInnen, welche unsere Schweizer Katzen-Kastrationsaktionen mit vergünstigten Konditionen unterstützen.
Das Wichtigste in Kürze: Dokument zum Ausdrucken (.pdf)